Die Jagd gehört abgeschafft

Schuss ins Herz

 

Die Jagd gehört abgeschafft. Denn du sollst nicht töten.

Was bewegt einen Menschen, was treibt ihn, dass er zum Jäger wird? Das einzigartige, wundervolle, lebende Wesen im Visier, den Finger am Abzug - eine Nanosekunde nur, ein Wimpernschlag, ein Schuss ins Herz. Das einzige Leben genommen. Kein Herzschlag mehr und kein Atem. Alles Lebendige und Lebensfrohe für immer beendet. Jede anmutige Bewegung  unwiederbringlich geraubt und zerstört. Warum werden Menschen zu Jägern? Warum hetzen, verfolgen und jagen sie? - warum stellen sie Fallen, lauern im Hinterhalt? Warum nehmen sie gefangen? Warum töten sie? Warum? Liegt es in den Genen, vererbt von einer Generation auf die nächste - oder ist "das Leben nehmen" angeboren? Ist es die Auswirkung von Erziehung? Sind es die Eltern, Lehrer und Erzieher, die aus einem Kind, einen Jäger machen? Konditioniert, gedrillt, getrimmt, unterdrückt und bevormundet und Mundtot gemacht? Eine liebevolle und lebensbejahende Erziehung schafft doch keinen Raum für gebrochene Augen und Leblosigkeit. Oder ist es das Umfeld, die Gesellschaft, in der, der Mensch aufwächst und sich bewegt ? Familie, Freunde, Nachbarn - Menschen, die man bewundert und verehrt, deren Werte und Glaubenssätze Richtungs - weisend sind. Ich weiß es nicht. Für mich gibt es keinen, einzigen Grund, der das Ängstigen, Verletzen und Töten eines schwächeren und wehrlosen Lebewesens rechtfertigt. Ganz  egal, ob Mensch oder Tier. Leben ist geschenkt und ein Wunder. Jedes noch so winzige Tier ist ein einzigartiges Geschöpf der Natur, lebensfroh und empfindsam. Ich glaube, dass wir alle Teil des Unendlichen sind. Miteinander verbunden und Teil der Schöpfung, des Universums. Da geht es doch nicht, dass Menschen Jäger sind und Leid antun. Was braucht es, um das Herz des Jägers zu berühren? Was trifft ihn mitten ins Herz, bis tief ins Mark ?

Vielleicht müssen Menschen lernen, sich selbst zu lieben. Wertschätzung für das Leben eines anderen, kann ich nur empfinden, wenn ich mein eigenes Leben schätze und liebe. Und lernen, können wir das tatsächlich von den Tieren. Wenn der Jäger in der Begegnung mit dem Fuchs lernen könnte, was Leben bedeutet. Wenn beide - Mensch und Tier - für einen Moment die Rollen tauschen und in das Wesen des anderen tauchen könnte - dann, ja dann könnte Frieden sein.

Mone Dopp

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Kommentare: 3
  • #1

    Christiane Köhler (Donnerstag, 28 Januar 2016 16:03)

    Super geschrieben !!!!!! Und so wahr !!!!!

  • #2

    Mone Dopp (Donnerstag, 28 Januar 2016 19:23)

    Vielen lieben Dank für das Feedback - wir müssen den Tieren unsere Stimme geben.

  • #3

    Helmut (Sonntag, 29 Mai 2016 13:40)

    Das Kleinkind sieht, wie der Bauer die Katze mit einem Fußtritt so schwer verletzt, daß man sie nicht wieder sieht. Später sieht er, wie sein Vater mit andern Männern auf die Jagd geht und er will mit. Weil die Erwachsenen für ihn Vorbilder sind, nimmt er die Tierquälerei als völlig normal an und will einfach nur mitmachen, wie die Erwachsenen sein. So wird durch falsches Vorleben mancher Nachwuchs zum Tierquäler, ohne selbst darüber nachzudenken, es wird von seinen ""Vorbildern"" so vorgelebt. Später erfährt der jetzt erwachsene Mann, daß Katzen und Wildtiere Geschöpfe sind, mit Gefühlen und mit Schmerzempfinden. Jetzt erst eröffnet sich ihm eine andere Welt, die er bisher nicht kannte und nun gibt es zwei Wege für ihn, das neu erlebte wahr nehmen und sich ändern, oder aber er ist so einfältig, daß er Tierliebe als unnötige Gefühlsduselei abtut. So ist sein ganzer Lebensweg dann vorbestimmt und besteht aus Tierquälerei vielleicht bis zu seinem Lebensende, oder er wird zu einem Menschen, der sich für die Tierwelt einsetzt.